Please, Don’t Touch Anything

Was passiert wohl, wenn der kleine rote Knopf gedrückt wird? Eine Frage, die den Spieler in diesem minimalistischen PC-Game in jedem Level quält. Schließlich ist das Prinzip des Puzzlespiels recht einfach: Bloß nichts anfassen!

Das zumindest ist den ersten Spielrunden oberstes Prinzip. Verlockend liegt der rote Knopf vor einem, drücken darf man den aber nicht. Erst im späteren Verlauf des Spiels darf dieses Gebot gebrochen werden. Zuvor sollte man sich in Zückhaltung üben. Dabei setzt das Game auf eine simple Grafik. In jeder Runde wird so lediglich eine Arbeitsplatte mit dem obligatorischen roten Schalter und vielen weiteren Knöpfen angezeigt. Dahinter befindet sich ein Bildschirm, auf dem die Umrisse einer Stadt zu erkennen sind. Grafisch haut einen Please, Don’t Touch Anything also nicht wirklich vom Hocker, dafür können sich aber die kleinen logischen Rätselaufgaben sehen lassen sowie die zahlreichen Endsequenzen, die den Spieler nach jeder erfolgreichen Runde erwarten.

Spätestens, wenn die Spielregel gebrochen werden darf, nimmt das Retro-Game schließlich Fahrt auf. Zwar dürfen der rote Schalter und die restlichen Knöpfe auf der Arbeitsplatte jetzt betätigt werden, einfach nur wildes Drücken ist hier andererseits aber auch nicht angesagt. Der Spieler muss hier Hinweise sinnvoll kombinieren, um den richtigen Lösungsweg und die richtige Schalterkombination finden zu können. Diese lassen sich nämlich in jeder Runde, gut versteckt, irgendwo auf dem Bildschirm finden. Echte Rätsel-Fans kommen hier in jedem Fall auf ihre Kosten und werden nach jeder erfolgreichen Runde mit einer neuen Endsequenz belohnt. Please, Don’t Touch Anything beweist somit, dass auch ohne spektakuläre Grafik und langwierige Game-Story ein zeitweiliges Spielvergnügen durchaus möglich ist.